Marion Lind - Heilpraktikerin für Psychotherapie und Ausdrucksmalerin
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Tipp des Monats Januar 2015

 

Thema: Verletzlichkeit macht stark

Buchempfehlung:

Brene Brown, amerikanische Professorin für >Social Work< hat sich in den letzten Jahren mit den Themen Perfektionismus, Verletzlichkeit, Mut und Scham intensiv beschäftigt. Sie ist u.a. Autorin der Bücher >Das Geschenk der Unvollkommenheit< (2010) und >Verletzlichkeit macht stark< (2012).

In ihrem Buch >Verletzlichkeit macht stark< erklärt sie, dass in einer Welt der Perfektion die Versagensangst den meisten Menschen zu einer zweiten Haut geworden ist und uns Verletzlichkeit gefährlich erscheint. In ihren langjährigen Forschungsstudien entdeckte sie, dass Verletzlichkeit die Voraussetzung für Liebe, Zugehörigkeit, Freude und Kreativität ist. Ihr Buch beschreibt, wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden können. Wir dürfen Verletzlichkeit nicht mit Schwäche gleichsetzen, denn unsere Bereitwilligkeit zu unserer Verletzlichkeit zu stehen, bestimmt das Ausmaß unseres Mutes. Als übermäßig emotional abgestempelt zu werden und unfähig zu sein, unsere Gefühle zu verbergen, gilt in unserer Gesellschaft als Schwäche, anstatt den Mut und das Wagnis hinter der Verletzlichkeit zu respektieren und zu würdigen. Verletzlichkeit gilt für Brene Brown als Kern aller Emotionen und Gefühle. Zu fühlen heißt für sie, verletzlich zu sein und Gefühle nicht als etwas Defizitäres zu sehen. Wir zahlen einen hohen Preis dafür, wenn wir unsere Gefühle aus Angst abschotten und entfernen uns von dem, was unserem Leben Sinn verleiht.

Im Buch >Verletzlichkeit macht stark< gibt sie einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir Verletzlichkeit zulassen:

>Aus vollem und tiefstem Herzen zu leben bedeutet, sich selbst etwas wert zu sein und sich mit dieser Haltung auf das Leben einzulassen. Es bedeutet, Mut, Mitgefühl und Verbundenheit zu pflegen und morgens mit dem Gedanken aufzuwachen: Egal, was ich heute schaffe und was unerledigt bleibt, ich bin genug. Es bedeutet, abends ins Bett zu gehen mit dem Gefühl: Ja, ich bin unvollkommen und verletzlich und bisweilen auch ängstlich, das ändert rein gar nichts daran, dass ich auch mutig bin und liebenswert und dass ich dazugehöre. <

Anbei noch der Link zu einem Vortrag von Brene Brown:

www.ted.com/talks/brene_brown_on_vulnerability?language=de

In Anlehnung an das Thema wünsche ich Ihnen ein mutiges, mitfühlendes und die Verletzlichkeit mehr und mehr zulassendes Jahr 2015.